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Abraham – Baker – Lyndon: Where Do We Go From Here (Review)
| Artist: | Abraham – Baker – Lyndon |
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| Album: | Where Do We Go From Here |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Progressive Rock |
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| Label: | Eigenpressung/Just For Kicks | |
| Spieldauer: | 65:38 | |
| Erschienen: | 03.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
GALAHAD-Freunde aufgepasst!
Hier kommt im Grunde ein neues GALAHAD-Album, das eben doch keins ist, weil der Schlagzeuger sowie der Bassist und der Hauptsänger fehlen, aber GALAHAD doch eine große Rolle spielt. Mit Dean Baker sowie Lee Abraham und dem Sänger Andrew Lyndon haben sich zwei Bandmitglieder vereint, um unter ihren Nachnamen diesem musikalischen Projekt Leben einzuhauchen, das natürlich viel von dem Odem ihrer Stamm-Band atmet.
Hätte jemand etwas Anderes erwartet?
An ein 'echtes' GALAHAD-Album – wie das letzte „The Long Goodbye“ – kommt „Where Do We Go From Here“ allerdings nicht heran.
Doch hinter „Where Do We Go From Here“ von ABRAHAM – BAKER – LYNDON verbirgt sich eine weit längere Geschichte, die vor etwa 18 Jahren begann – und sogar noch ein erhebliches Stück weiter in die Vergangenheit zurückreicht. Denn die Kompositionen stammen allesamt aus den 1990er-Jahren und lagen im Grunde nur als GALAHAD-Demos irgendwo verborgen herum. Eine Schande! Warum? Ganz einfach: Die Musik auf diesem Retro-Album, das nun endlich von den GALAHAD-Musikern in ihrer ganzen Schönheit (und ziemlichen Eingängigkeit) in die progressive Gegenwart gezerrt wird, wäre eindeutig zu schade gewesen, um sie weiterhin im Verborgenen versteckt zu halten.
Die endgültige Entscheidung, alle hier präsentierten Songs zu veröffentlichen, fiel erst im Jahr 2024 während eines GALAHAD-Konzerts. Eine glückliche Entscheidung sicher auch für die Fans der britischen Prog-Rocker.
Sicher wird der Eine oder die Andere trotzdem ziemlich verblüfft sein. Die Rhythmen sind oft voller Harmonien, die Songs relativ kurz und mitunter bringt der eine oder andere sogar eine gehörige Portion Pop-Appeal mit, das sich besonders am Album-Ende noch einmal im Bonus-Track „Wrong“ so richtig voller Humor austobt.
Allerdings muss man als Hörer nie auf die üblichen Prog-Zutaten verzichten. Auch die elektronischen Ausflüge kommen nicht zu kurz, wenn „More Than A Feeling“ (natürlich nicht der Hit von BOSTON) sich kurz in feinen Electronics verliert.
Demgegenüber ist die Stimme des Sängers bei Weitem nicht so beeindruckend wie die eines Stu Nicholson. Da fehlt eben doch der typische GALAHAD-Part.
Interessant wiederum ist, dass „Where Do We Go From Here“ in ein Konzept gekleidet wird – also von der Kindheit beginnend (eine Kinderstimme leitet das Album ein) bis hin ins Erwachsenenalter – und all die Problem dazwischen. Verblüffend sind dann die deutschen Text-Passagen auf „All Of Her Days“, in der eine Frau von einem Menschen mit mangelndem Mitgefühl spricht, bis dann der folgende Titeltrack zum großen Finale ausholt und ein deutliches MARILLION-Feeling verbreitet.
FAZIT: Ursprünglich 2008 von Dean Baker und Lee Abraham von der britischen Prog-Rock-Band GALAHAD zusammen mit Sänger Andrew Lyndon aufgenommen, erscheint 18 Jahre später endlich diese offizielle, neu bearbeitete Version von ABRAHAM – BAKER – LYNDON. „Where Do We Go From Here“ besteht aus Songs, die in den 1990er Jahren geschrieben wurden und neben dem typischen GALAHAD-Prog zugleich ein gehöriges Pop-Feeling verbreiten. Jahrelang lagen die Aufnahmen jedenfalls auf Eis, bis sie durch Gespräche mit dem polnischen Oskar-Label während eines GALAHAD-Konzerts 2024 in Polen entdeckt und wiederbelebt wurden. In dessen Ergebnis enthält die neue Veröffentlichung zwei neu abgemischte Titel, die auf der Originalversion nicht enthalten waren. Leider erscheint die CD nur in einem zweiflügeligen Digipak ohne Booklet mit einem etwas seltsamen Cover – Taucher trifft auf Meerjungfrau – das sich im Rahmen der Musik nicht wirklich dem Hörer erschließt. Auch weil die Texte oder ein illustrierendes Booklet fehlen, die vielleicht über das Motiv Aufklärung hätten geben können.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- After The Storm
- Blind
- Hero Ways
- Alone
- Sacrifice
- More Than A Feeling
- Cold
- Wanting You
- Glow
- All Of Her Days
- Where Do We Go From Here
- = Bonus Track =
- Wrong
- Bass - Lee Abraham
- Gesang - Andrew Lyndon
- Gitarre - Lee Abraham
- Keys - Dean Baker, Lee Abraham
- Sonstige - Dean Baker (Schlagzeug-Programmierung, Harmoniegesang), Lee Abraham (Harmoniegesang)
- Where Do We Go From Here (2026) - 10/15 Punkten
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