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Gates of Chaos: My War (Review)
Artist: | Gates of Chaos |
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Album: | My War |
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Medium: | CD/Download | |
Stil: | Symphonic Power Metal |
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Label: | Elevate Records | |
Spieldauer: | 35:41 | |
Erschienen: | 18.05.2025 | |
Website: | [Link] |
Das Tor zum Chaos liegt offenbar in Italien. Zumindest behaupten das GATES OF CHAOS aus Rom mit ihrer Namensgebung. Mit „My War“ bleibt auch der Titel ihres Debütalbums der martialischen Ausdrucksweise treu.
Ob die Musik ebenso kämpferisch klingt?
Um die Antwort vorweg zu nehmen: Nein, tut sie nicht, stattdessen bietet das Album symphonischen Power Metal mit Liebe zu eingängigen Melodien und einem gewissen Pathos.
Dabei ist ein Fixpunkt des Geschehens die Stimme von Marco 'Brandy' De Angeli. Der Mann hat ein sehr klares Timbre, das den symphonischen Unterbau von Songs wie „Far Down Below“ nicht verdrängt, aber ebenso wenig gegen die knackigen Riffs arbeitet.
Weiterhin funktioniert der Spannungsbogen der sechs Songs auf „My War“ hervorragend, wobei sich u.a. das flotte, hier und da an BLIND GUARDIAN erinnernde, „Ninth Circle of Inferno“ zügig als eines der Highlights herausstellt. Nicht nur, dass der ein- oder andere Ohrwurmmoment zu finden ist, auch die Verzahnung von Orchester und Rockmusik wirkt zu jeder Zeit ausgewogen.
„Out Of Hell“ drückt mehr aufs Gas und die Keyboard-Motive, welche stets auf die mehrstimmige Bridge bzw. den opernhaft inszenierten Refrain hinführen, setzen sich schnell im Ohr fest.
Zwischendrin gemahnen die Soloabfahrten von Keyboard und Gitarre auch mal an eine Band wie RHAPSODY (in ihrer ursprünglichen Inkarnation).
Nachdem „Shallow“ den Orchesterbombast überwiegend mit Tempo aufrechterhält, bündelt der abschließende Titeltrack nochmal alle Elemente (Orchester-Bombast, Sopranisten-Drama, Power Metal-Gitarren und marginal folkloristische Stimmung) und bringt „My War“ damit zu einem schwung- und stimmungsvollen Abschluss.
FAZIT: GATES OF CHAOS klingen auf „My War“ weder chaotisch, noch klingt ihre Musik nach allzu martialischer Kampfeslust. Eine gewisse Dringlichkeit findet sich jedoch in allen Stücken und der Spannungsbogen wird durch sämtliche Stadien dieser Bombast-Metal-Reise aufrechterhalten. Der Einstieg in eine musikalische Karriere ist mit diesem Debüt auf jeden Fall geglückt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Invictus
- Far Down Below
- Ninth Circle of Inferno
- Out Of Hell
- Shallow
- My War
- Bass - Tiziano Chiappi
- Gesang - Marco 'Brandy' De Angeli
- Gitarre - Marco Politi
- Keys - Michael Siani
- Schlagzeug - Alessio Fantoni
- My War (2025) - 11/15 Punkten
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